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HAMILTON DE HOLANDA

Biografia


DEUSTCH BIO

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Hamilton de Holanda: Bandolim (Mandolin)

Hamilton de Holanda ist in seinem Heimatland Top-Star. Sein Markenzeichen: Vielseitigkeit, Virtuosität, Ernsthaftigkeit, Spielfreude und seine 10-seitige Mandoline. Wie nur wenige Musiker überbrückt er mit Leichtigkeit unterschiedlichste Genres: von den brasilianischen Wurzeln des Bossa, Samba, Choro über Jazz, Pop und Rock hin zur Klassik.

Hierzulande wurde er durch seine Zusammenarbeit mit dem italienischen Pianisten Stefano Bollani bekannt. Gemeinsam spielten sie das Album „O Que Sera“ für das ECM-Label ein.  Die beiden Musiker verbindet ihre Offenheit und Neugier, sich neues musikalisches Material anzueignen. Weitere internationale musikalische Begegnungen hatte er u.a. mit dem französischen Akkordeonisten Richard Galliano, dem Pianisten Omar Soza und Wynton Marsalis.

Sein Ruf als außergewöhnlicher Instrumentalist hallt seit einigen Jahren verstärkt aus Brasilien heraus. Immer häufiger ist er zu Gast bei Festivals und besonderen Konzertabenden. Jedoch gab es, mit Ausnahme der ECM-Veröffentlichung, bislang keine Tonträger außerhalb Brasiliens. Obwohl er bereits eine üppige Diskografie mit 28 Alben vorweisen kann.

Auf dem MPS-Label findet Hamilton de Holanda nun eine neue Heimat für seine Veröffentlichungen. Vier aktuelle Alben und eine Compilation  (zum Schnupperpreis aus den vier Alben) geben einen ersten Überblick über das Können des 39-jährigen Mandolinisten.

Geboren in Rio de Janeiro, zog Hamilton mit seiner Familie in die Hauptstadt als er ein Jahr alt war. Von seinem Großvater, auch ein Musiker, bekam er seine erste Mandoline zu Weihnachten 1981. Hamilton de Holanda war damals fünf Jahre alt. Da es keinen Mandolinenlehrer gab, lernte er zunächst Geige. Bevor er lesen und schreiben konnte, begann sein musikalischer Weg. Kurz darauf komponierte er bereits  für Mandoline und Orchester.

Stets diszipliniert an seinem Instrument, hörte Hamilton de Holanda einfach alles. Er spielte in einer Rockband, von seinem Vater erbte er die Bewunderung für João Gilberto und die Bossa Nova, und an der Mandoline spielte er Lieder, die ein unglaubliches technisches Verständnis verlangten, solche wie „Desvairado“ von Garoto, „O Vôo da Mosca“ von Jacob do Bandolim und „Moto Perpétuo“ von Paganini. Die Tatsache, dass er schon im jungen Alter die Geheimnisse des Choro kannte – ein in Rio de Janeiro Ende des 19. Jahrhunderts entstandenes Musikgenre, das sich Jahrzehnte später endgültig etabliert hat – führte schließlich zur Gründung von Dois de Ouro: Einer Gruppe mit seinem Bruder Fernando César, ein klassischer Gitarrist, und seinem Vater, ein Militär, der Musik liebte, klassische Gitarre spielte und alles tat, damit seine Söhne irgendein Instrument spielen lernten.

Im Jahr 2012, als er Deutschland besuchte, sagte der Mandolinist über seinen Ruf als Workaholic: „Ich habe eine Menükarte voller Arbeiten. Das was ich mache, unterscheidet sich von der Arbeit eines Popkünstlers, der nach einer Veröffentlichung zwei Jahre damit verbringt, das Album zu promoten. Der kreative Kopf erlaubt es einem nicht, sich ein Jahr lang mit ein und demselben Projekt zu beschäftigen. Heute mache ich etwas mit Edmar Castaneda (kolumbianischer Harfenspieler; Anm.d.A.), morgen mit Yamandu Costa (brasilianischer klassischer Gitarrist)“.

 Mandolin: Solo

Die Wenigsten trauen sich allein in Begleitung ihrer Mandoline vor Publikum zu spielen. „Ich spiele lieber in Begleitung einer Gruppe. Die Soloarbeit entstand als ich in Frankreich wohnte (2002; Anm.d.A.). Nachdem ich mein Leben lang in Brasília gelebt und immer gemeinsam mit meinem Bruder und meinem Vater gespielt hatte (bei Dois de Ouro; Anm.d.A.), sah ich mich nun allein und dazu gezwungen, etwas Neues auf die Beine zu stellen“. Die Verantwortung ist dann eine viel größere, es ist riskanter. „Wenn du allein spielst, tolerierst du Fehler noch viel weniger“, erklärte der erfahrene Instrumentalist.

Mut fehlt ihm jedenfalls nicht. Er arbeitet an den verschiedensten Projekten, wie z.B. dem Tribut an Pixinguinha, den Gründer des Choro, dessen Ergebnis 2013 veröffentlicht wurde und an dem Künstler wie Marsalys, Mário Laginha und Chucho Valdés beteiligt waren. „Da ich mich aufgrund der internationalen Richtung, die meine Karriere genommen hat, in letzter Zeit vor allem im Jazzuniversum bewege, hatte ich Lust, mit internationalen Künstlern an einem Album über seine Musik zu arbeiten. Es war eine Form, wieder in Pixinguinhas Universum einzutauchen, nachdem ich mich so lange der Komposition gewidmet hatte“, sagte Hamilton de Holanda.

Auch als Komponist lässt Hamilton de Holanda nichts zu wünschen übrig. Dieses Jahr (2015) kommt ein fantastisches Album mit dem Titel Pelo Brasil heraus. Vierzehn brandneue Lieder aus seiner Feder, bei denen Hamilton de Holanda die Polyfonie seines Instruments mit Hingabe erforscht.

 

"Hamilton de Holanda Trio"

Dieses 2013 von Hamilton de Holanda veröffentlichte Album, bei dem Bassist André Vasconcellos und Perkussionist Thiago da Serrinha mit von der Partie waren, ist das beste Beispiel für die unglaubliche Vertrautheit, die der Mandolinist aus Rio de Janeiro mit dem Jazz hat. Kurz vor Veröffentlichung seines Albums O Que Será (ECM Records) mit dem italienischen Pianisten Stefano Bollani bestätigt Hamilton mit seinem Trio, was Cavaquinhospieler und Choro Experte Henrique Cazes mal in einem Gespräch mit Bernardo Scartezini über ihn gesagt hatte: „Durch das vollkommene Beherrschen der zehnsaitigen Mandoline, statt der üblichen achtsaitigen, holt er (Hamilton) wirklich alles aus diesem Instrument heraus. Als offener Mensch, der er ist, kann er so mit jedem zusammenspielen, indem er sein technisches Wissen auf andere Sprachen überträgt“.

In seinem Trio schöpft Hamilton de Holanda unglaubliche Nuancen aus seinem Instrument, was sein außergewöhnliches Improvisationstalent beweist. Der Choro, der Kern seiner musikalischen Bildung, harmonisiert dadurch perfekt mit den unterschiedlichsten Musikrichtungen, so wie in „Capricho de Espanha“, einer der Höhepunkte des Albums. Die Kunst geht über die Verbindung der brasilianischen mit der iberischen Musik hinaus. Über dieses Stück verrät der Mandolinist Folgendes: „Ein Lied mit der Atmosphäre der hispanischen Harmonie im Fünferrhythmus der brasilianischen Musik. Manchmal erinnert es leicht an „Santa Morena“ von Jacob do Bandolim. Der Rhythmus ist auch vom venezuelanischen Merengue inspiriert“.

Hamilton de Holanda Trio ist eine der Perlen der reichen Diskografie des brasilianischen Mandolinenvirtuosen. Zur Freude der Jazzliebhaber arbeitete Hamilton zum ersten Mal mit dem Kreativkopf Thiago da Serrinha zusammen, der in den Favelahügeln von Rio de Janeiro mit dem Jongo (ein afro-brasilianischer Tanz, der den Samba beeinflusst hat) aufwuchs und mit viel Verspieltheit das Album bereichert hat.

„Sinhá“, eine Komposition der renommierten Musiker Chico Buarque und João Bosco, ist einer der schönsten Momente des Albums. Der Samba, das brasilianische Kulturgut schlechthin, ist in Hamilton de Holandas Spiel einfach verwurzelt. Musikalisch reist er aber auch in andere Gefilde Brasiliens. In „Capricho do Sul“ dringt er in die Musik des Südens ein, wo Menschen aus Deutschland, Italien, Polen oder der Schweiz sich niedergelassen und damit der kulturellen Suppe Brasiliens mehr Würze gegeben haben. „Der Austausch mit Yamandu (der große klassische Gitarrist Yamandu Costa; Anm.d.A.), Guto Wirtti und Bebê Kramer brachte mir diese Kultur näher. Die Musik ist in einer Tonart geschrieben, die normalerweise nicht an der Mandoline gespielt wird, nämlich f-Moll“, erklärt Hamilton. Und die europäischen Einflüsse sind wirklich unüberhörbar. Zu Ehren des italienischen Geigenvirtuosen Niccolo Maganini nennt er fünf der zwölf Lieder „Capricho“ (ital. Capriccio), und in „Desejo de Mulher“ vermischt er hemmungslos Foxtrot mit Fado.

"Pelo Brasil"

Das 27. Album dieses Künstlers, der die Mandoline im Alter von sechs Jahren für sich entdeckte, ist die reinste Liebeserklärung an die Musik. Das Großprojekt Pelo Brasil ist eine multimediale, interaktive Show, die 2015 außerdem in CD- und DVD-Form präsentiert wird. Während einer brasilianischen Tournee zeigt Hamilton de Holanda ein Repertoire, das eine Ode an das Land ist, in dem Jacob do Bandolim, Villa-Lobos, Tom Jobim, Egberto Gismonti und Pixinguinha geboren sind. Er selbst sagte dazu: „Pelo Brasil ist im Grunde eine musikalische Reise, die die wichtigsten brasilianischen Rhythmen zusammenfasst, wie Choro, Samba, Baião, Maracatu, Bumba-Meu-Boi, Chamamé und Moda de Viola“. In 14 Eigenkompositionen beweist der Instrumentalist Talent, der ganzen Welt zu zeigen, was Brasilien kulturell zu bieten hat.

„Ich glaube, dass ich selbst in einem Soloauftritt mit der zehnsaitigen Mandoline die Aufmerksamkeit der Leute wecken kann“, sagte er der Zeitung Correio Brasiliense.

"Brasilianos 2"- Dieses Album, von Hamilton de Holanda Quinteto 2010 veröffentlicht, hat einen deutlich jazzigen Akzent. Mit dabei sind Daniel Santiago an der Gitarre, André Vasconcellos am Bass, Gabriel Grossi an der Mundharmonika und der Schlagzeuger Márcio Bahia, der viele Jahre in Hermeto Pascoals Band gespielt hat, dessen Name sehr bekannt in der Jazzszene ist. Alle Lieder wurden von Hamilton de Holanda geschrieben. Eine energiegeladene Arbeit, in der die Chemie der Musiker einfach stimmt.

"Brasilianos 3 "- Ein Jahr nach Brasilianos 2 gibt Hamilton de Holanda eine Zugabe mit seinem Quintett. Der Mandolinist selbst sagte, dieses Album könnte genauso gut „Choro Jazz“ heißen. Man hört den Einfluss von Egberto Gismonti, Hermeto Pascoal und sogar Villa-Lobos, ein brasilianischer Komponist klassischer Musik. Der Höhepunkt dieser wunderschönen Arbeit ist wohl die Zusammenarbeit mit Milton Nascimento in „Guerra e Paz I“.

Felipe Tadeu (Journalist und Radiomoderator)Übersetzung: Patricia Sojka

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